Girl Gangs statt Männerbünde!

Im 21. Jahrhundert sind Frauen* immer noch in den meisten Lebensbereichen diskriminiert. Dies ist auch an der Uni Münster der Fall. Ob Studieren mit Kind, Repräsentanz von Frauen in der Wissenschaft oder Sexismus im Unialltag: Die Arbeit ist noch lange nicht getan!

Betreuung und Eltern-Kind-Räume in der Nähe von Hörsälen

Studierende mit Kind erleben oft, dass Uni-Alltag und Kinderbetreuung nur schlecht vereinbar sind. Das trifft vor allem Frauen. Wir setzen uns dafür ein, dass Kinderbetreuungsangebote, wie etwa die KiTas des Studierendenwerks gestärkt und ausgebaut werden. Genauso wichtig ist es, auch innerhalb der Universitätsgebäude Infratsurktur zu schaffen, die jungen Eltern gerecht wird. Wir fordern die flächendeckende Einrichtung von Eltern-Kind-Räumen in der Nähe der Hörsäle, in die eine Übertragung von Vorlesungen möglich ist.

Weibliche Wissenschaftlerinnen* in der Lehre stärker berücksichtigen

Forschung und Lehre mangelt es noch immer an einer weiblichen Perspektive. In Literaturlisten sucht man oft vergeblich nach weiblichen Autorinnen, die Errungenschaften weiblicher Wissenschaftlerinnen insb. in den Naturwissenschaften sind auch heute noch quasi unsichtbar. Oder hättest du gewusst, dass …… Wir sagen: das muss sich dringend ändern! Lehrmaterialien und Lektürelisten müssen auf ihre Geschlechterdiversität hin evaluiert und verändert werden und es braucht ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Bedeutung von Forschung, die die Vielfalt der Geschlechter berücksichtigt.

Sexismus in der Lehre thematisieren und bekämpfen

Du kennst es vermutlich selbst. Ein vermeintlich locker daher gesagter Spruch deines Profs, der – seien wir ehrlich – nichts weiter als Sexismus ist. Fallbeispiele in Jura, in denen Frauen praktisch nicht vorkommen und wenn doch, dann nur als Sekretärinnen, Ehefrauen und Haushälterinnen. Für uns ist klar: der Hörsaal ist genauso wenig wie jeder andere Ort der Welt ein Ort, an dem Sexismus und Frauenfeindlichkeit Platz haben sollte! Dafür braucht es ein entschlossenes Eintreten gegen Sexismus und eine Reflexion aller Beteiligter über ihr eigenes sexistisches Verhalten.

Ausgewogene Quote unter Dozierenden herstellen

Wenn wir das Ende von Sexismus in Hörsälen und die stärkere Berücksichtigung einer weiblichen Perspektive in Forschung und Lehre fordern, dann dürfen wir nicht von den Strukturen schweigen, die diese Missstände begünstigen. Denn noch immer beträgt der Anteil der weiblichen Professorinnen an unserer Universität gerade einmal wenige Prozent. Verkrustete Sturkturen sorgen seit Jahren dafür, dass der Anteil von Frauen in der Wissenschaft mit fortschreitender Karriere kontinuierlich abnimmt. Wir sagen: diese Sturkturen aufzubrechen schafft nur eine konsequente 50%-Quote von Frauen in allen Bereichen der Wissenschaft. Und wir fordern noch mehr: an unserer Universität sollen fortan nur noch ausschließlich weibliche bzw. nicht-männliche Professor*innen eingestellt werden, bis das Geschlechterverhältnis der Lehrenden endlich ausgeglichen ist!

Mentoring-Programme  von Frauen* für Frauen* in der Wissenschaft

Neben der Quote glauben wir an das Konzept des gegenseitigen Empowerments und der gezielten Förderung von Frauen* durch Frauen*, um Frauen* in der Wissenschaft zu stärken. Zwecks dessen fordern wir die Etablierung von speziellen Mentoring-Programmen, um die gegenseitige Vernetzung und Unterstützung von Frauen* in der Wissenschaft zur fördern. Diese Netzwerke tragen auch dazu bei, mehr Frauen* für eine Karriere in der Wissenschaft zu begeistern und zu befähigen.

Menstruation: Raus aus dem Stigma!

Die Menstruation gehört für die meisten Frauen* zum Alltag dazu. Wie antiquiert ist es da, dass das Thema offenbar in vielen Kreisen immer noch schambehaftet und stigmatisiert ist. Wir finden: dieses Thema sollte mit der Selbstverständlichkeit in der Gesellschaft stattfinden mit der es auch seit Jahrtausenden zur Lebensrealität von Frauen* gehört. Und weil Menstruationsprodukte trotz gesenkter Mehrwertsteuer immer noch viel zu teuer sind (thanks, capitalism!) fordern wir ihre Bereitsstellung durch Universität und Studierendenwerk in allen uzr Hochschule gehörenden sanitären Einrichtungen! Der AStA geht da übrigens mit gutem Beispiel voran und stellt im AStA-Häuschen Boxen mit kostenlosen Hygieneprodukten bereit.