Wofür wir stehen

Gegen die Ökonomisierung der Bildung

Chancengleichheit für alle! Der Zugang zu Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Deshalb ist für uns klar: wer studieren möchte, darf nicht durch die eigenen Finanzen zurückgeschreckt werden.

Die von Bundesministerin Wanka angedachte BAföG-Reform kommt viel zu spät und bleibt weit hinter den Notwendigkeiten zurück. Zum Wintersemester 2016/17 werden Bedarfssätze und Freibeträge des BAföG um jeweils 7 Prozent angehoben. Doch das gleicht noch nicht mal die erwartete Inflation seit der letzten Novelle aus. Wir setzen uns für eine sofortige bedarfsgerechte Abhebung der Sätze und zukünftig eine automatische Anpassung an die Inflationsentwicklung ein.

Schlechte Ideen einfach mal ruhen lassen! Wir haben uns erfolgreich gegen die Studiengebühren in NRW eingesetzt und wollen, dass das auch so bleibt. Langfristig und überall.

Für gesellschaftliche Gleichstellung

Als queerfeministischer Verband gibt es für uns keine Diskussion: Männer und Frauen * sind noch lange nicht gleichgestellt, das muss sich dringend ändern! Das Geschlecht darf keine Auswirkungen auf Chancen und Möglichkeiten im Studium haben.

Rechtem und rechtsextremen Gedankengut konsequent entgegentreten! Burschenschaften und andere Studentenverbindungen stehen für Rassismus, Exklusion und völkische Ideologien. Sie versuchen, dieses Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft zu verorten. Für uns ist klar: ein SPD-Parteibuch und die Mitgliedschaft Burschenschaften oder Männerverbindungen sind nicht vereinbar!

Für ein selbstbestimmtes Studium

Wir wollen mehr Demokratie wagen! Diese Forderung muss auch an den Hochschulen gelten. Daher unterstützen wir die bereits beschlossene bundesweite verpflichtende Einführung der Verfassten Studierendenschaft, die Studierenden mehr Einfluss an den Hochschulen gewährleistet. Studierende sind die größte Statusgruppe an den Hochschulen, deswegen wollen wir unser Umfeld selbst gestalten.

Bologna darf nicht alles bestimmen! Studierende dürfen nicht in Regelstudienzeiten durch die Semester gejagt werden, es muss genügend Zeit sein, sich neben den Studium zu engagieren und das eigene Leben zu gestalten. Und nach dem Bachelor soll nicht Schluss sein: wir setzen uns für eine Masterplatzgarantie ein. Anwesenheitspflichten stehen unseren Verständnis eines Studiums genauso entgegen wie die Messbarmachung von Leistungen durch Credit Points.

Hochschulen internationaler machen: wir setzen uns dafür ein, dass internationale Partnerschaften zwischen den Universitäten und den Studierenden gestärkt werden. Mit zahlreichen Austauschprogrammen können Studierende schon jetzt Auslandsaufenthalte absolvieren. Leider sind die Auswahlverfahren noch immer selektiv und an den Hochschulen mangelt es an Vorbereitungs- und Sprachkursen. Hier üben wir Druck auf die Hochschulen aus, allen Interessierten Auslandsaufenthalte zu ermöglichen.