Büchermarkt gegen das Vergessen

Gestern fand der Büchermarkt statt, den wir anlässlich der nationalsozialistischen Bücherverbrennung vor 84 Jahren gemeinsam mit den Jusos Münster veranstaltet haben. Lest dazu unsere Pressemitteilung:

Juso-Hochschulgruppe und Jusos Münster veranstalteten Bücherflohmarkt gegen das Vergessen

 

Am 10. Mai veranstalteten die Juso-Hochschulgruppe und die Jusos Münster auf dem Schlossplatz einen Bücherflohmarkt gegen das Vergessen.

In ganz Deutschland brannten am 10. Mai 1933 Bücher von Autoren wie Erich

Eine ganze Menge Leute kamen im Laufe des Tages, um zu stöbern und für das ein oder andere Fundstück eine Spende für die GGUA da zu lassen

Maria Remarque, Kurt Tucholsky, Berthold Brecht und vielen weiteren.
Organisiert vom „Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund“ wurde unter der sog. „Aktion wider den undeutschen Geist“ Literatur von jüdischen, marxistischen, pazifistischen und anderen oppositionellen oder politischen Autorinnen und Autoren verbrannt. Auch in Münster fand eine solche Bücherverbrennung statt und ein sogenannter „Schandpfahl“ wurde auf dem Domplatz errichtet, an dem die Namen angefeindeter Professorinnen und Professoren und einzelne Schriften angeschlagen wurden.

Anlässlich der Bücherverbrennung wollten die Jungsozialist*innen unter anderem mit Lesungen aus Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ oder auch Erich Kästners „Pünktchen und Anton“ an diesen Tag erinnern.

 

„Viele Bürgerinnen und Bürger haben Bücher aus ihren Schränken gesucht und uns für diesen Bücherflohmarkt geschenkt. So kann Literatur an neue Menschen weitergegeben werden und ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt werden.“ sagte Alexander Bliefernich, Listenkoordinator der Juso Hochschulgruppe.

 

Mit Zitaten gedachten wir der Autor*innen, deren Werke am 10. Mai 1933 von den Nazis verbrannt wurden

„Die Besucherinnen und Besucher konnten die Bücher gegen eine kleine Spende erwerben. So konnten insgesamt 814 € gesammelt werden, die wir der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) spenden werden.“ führte Lisa Fürst, Stellvertretende Sprecherin der Jusos Münster, weiter aus.

Charlotte S.
Über Charlotte S. (7 Artikel)
Hi, ich bin Charlotte, studiere Jura an der Uni Münster und bin seit Juni 2016 in der Juso-Hochschulgruppe aktiv. Mittlerweile bin ich Listenkoordinatorin und als solche für viele spannende organisatorische Angelegenheiten der Hochschulgruppe verantwortlich. Dabei geht es vor allem um die Leitung und Gestaltung wöchentlicher Sitzung, um die Vernetzung mit anderen Hochschulgruppen sowie mit den Jusos Münster und die Planung von Veranstaltungen, z.B. zum Wahlkampf oder zur Neumitglieder-Werbung. Außerdem bin ich Teil unserer Fraktion im Studierendenparlament. In der Hochschulpolitik geht es mir vor allem darum die Uni als einen Ort zu gestalten, an dem alle Menschen frei nach ihren Interessen und Fähigkeiten selbstbestimmt studieren können. Prekäre Studien- und Lebensbedingungen müssen daher ebenso entschieden bekämpft werden wie jegliche Formen von Ausgrenzung, Rassismus oder Sexismus.