Gemeinsam.Gegenhalten.

Das Erstarken der AfD, der Dammbruch in Thüringen und rechtsterroristische Morde sind nicht hinzunehmen. Wir kämpfen gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Wir unterstützen deshalb benachteiligte Statusgruppen an der Uni.

Unser Streben danach, alle Formen von Diskriminierung abzuschaffen bedingt, benachteiligte Statusgruppen an der Uni zu unterstützen.Das erfolgreiche Festival contre le racisme soll zum Beispiel weitergeführt werden. Für Statusgruppen, die bisher nicht von autonomen Referaten vertreten werden, unterstützen wir neue Vertretungen im AStA.
So haben wir uns im vergangenen Semester für ein AStA-Referat für People of Color an der Uni Münster eingesetzt. Mit dem AStA-Referat für PoCs haben Studierende der Statusgruppe eine Anlaufstelle an der Uni, welche diesen bei Fragen und Problemen beraten und helfen kann. Dem Referat wurden hierfür vom AStA-Referatsstellen, ein Büro und finanzielle Mittel bereitgestellt. Wir wollen das Referat weiterhin unterstützen, indem wir die antirassistische Arbeit des AStA fortsetzen, und gemeinsam mit allen von Rassismus Betroffenen ausbauen.

Wusstest Du schon? Unsere Uni trägt seit 1907 den Namen eines Monarchen, Antisemiten und Rassisten: Kaiser Wilhelm II. Schon lange fragen wir uns, was der Treiber des Ersten Weltkriegs noch mit einer modernen Hochschule zu tun hat. Die Universität hat nun einen Prozess der kritischen Auseinandersetzung begonnen, den wir begrüßen. Wir möchten mit Bildungsangeboten und Diskussionsrunden daran teilhaben. Am Ende dieses Prozesses sollte ein neuer Name für unsere Uni stehen. Fun Fact: Zwischen 1945 und 1952 trug die Uni bereits einen anderen Namen.

Wir beobachten immer wieder, dass sich Dozierende in ihren Vorlesungen sexistisch und rassistisch äußern und sogar in der Öffentlichkeit diskriminierende Hetze verbreiten – das hat mit Wissenschaftsfreiheit nichts zu tun. Es beschädigt nicht nur das Ansehen der Universität, sondern verletzt aktiv marginalisierte Personen. Für solche Fälle brauchen wir eine anonyme Beschwerdestelle für Diskriminierung.

Auch in Münstergibt es etablierte reaktionäre und rechtsextreme Strukturen, deren akademischen Arm die Burschenschaften darstellen. Diese pflegen gute Verbindungen in die rechtsextreme Szene, zur Identitären Bewegung und zur Jungen Alternative. Burschenschaften und Verbindungen sind reaktionäre und elitäre Männerbünde, die hinter verschlossenen Türen auf ihr ultrakonservatives, sexistisches und queerfeindliches Weltbild anstoßen. Sie gehören ins 19. Jahrhundert und nicht an eine moderne Universität- sie gilt es zu bekämpfen! Dass Burschenschaften Teil der Matrikel sind und somit auch Räumlichkeiten der Uni für ihre rechtsextreme Hetze nutzen könnten, ist für uns nicht akzeptabel.