No Border. No Nation. Free Education

Our university often boasts about its international exchanges. But we can do more. For instance, we need to expand affordable housing and want to guarantee a place to live for each international student. Likewise, we have to make application procedures and the approval of previous studies at foreign universities less bureaucratic.

Wir fordern eine bessere Anrechenbarkeit von Leistungen und ausländischen Abschlüssen. Hierfür soll die Uni nicht nur streng nach den Empfehlungen der DAAD-Zulassungsdatenbank entscheiden. Wir fordern die Zulassungsquote von ausländischen Staatsangehörigen oder Staatenlosen, die nicht deutschen Staatsangehörigen gleichgestellt sind, zu erhöhen.

Wir begrüßen die Abkehr der Landesregierung von der Idee, Studiengebühren für nicht EU-Ausländer*innen einzuführen. Der Unterfinanzierung der Hochschulen muss durch erhöhte Landesmittel entgegnet werden. Die Hochschulen dürfen auf keinen Fall Gebühren von den Studierenden einziehen, schon gar nicht von den finanziell Schwächeren. 

Für ausländische Studierende ist die Wohnungssuche schwieriger als für Studierende aus Deutschland.. Sie haben oftmals fehlende Sprachkenntnisse und kaum finanzielle Mittel,  Vermieter*innen nicht selten Ressentiments. Daher fordern wir, dass allen ausländischen Studierenden Wohnheimplatze des Studierendenwerkes in Münster bereitgestellt werden.

Bisher müssen Studierende für Deutschkurse an der Universität mit 500€ in Vorleistung treten, die sie erst nach dem Kurs und nur bei Bestehen erstattet bekommen. Wir brauchen aber Anfang an kostenfreie Deutschkurse an der Uni. Der Besuch dieser universitären Deutschkurse sollte für alle studieninteressierten Ausländer*innen möglich sein – nicht erst ab dem Sprachlevel B1!

Wir fordern, dass das BAföG für alle Studierende gleich berechnet wird. Der Zugang zum BAföG muss für ausländische Studierende einfacher werden. Auf Bundesebene wurde vor kurzem beschlossen, die zum Erhalt von BAföG nötige Aufenthaltsdauer von 4 Jahren auf 15 Monate zu reduzieren. Damit sind wir nicht zufrieden und nutzen unsere Einflussmöglichkeiten, um eine vollständige Aufhebung der Mindestaufenthaltsdauer zu erreichen.

Wir fordern eine weltweite Öffnung und eine bessere Ausfinanzierung des ERASMUS+ Programms. Darüber hinaus fordern wir ein Recht auf ein Erasmussemester für alle Studis! Desweiteren sollen alle Studis, deren Erasmussemester im Sommersemester 2020 auf Grund der Corona-Pandemie entfällt, einen zusätzlichen Erasmusplatz innerhalb der nächsten beiden Semester bekommen. Diese zusätzlichen Erasmusplätze dürfen nicht in der Erasmusplatzzahl der Folgesemester angerechnet werden. Sie sollen vielmehr aus den im Sommersemester 2020 frei gewordenen Erasmusmitteln finanziert werden.

Wir müssen Geflüchteten helfen. Die Zustände an den europäischen Außengrenzen sind inhuman. Anstatt vor Rechten zu kuschen, müssen Bundesregierung und EU Geflüchteten in Europa einen sicheren Hafen bieten. Hier bei uns in Münster verfolgen wir die Idee einer offenen Uni: Der Staat und die Universitäten dürfen Geflüchteten das Recht auf Bildung nicht vorenthalten. Das ist leider derzeit noch anders: Geflüchtete können sich schwer am universitären Alltag beteiligen und nicht einmal als Gasthörer*innen Vorlesungen besuchen. Kurzfristig wollen wir daher erreichen, dass sich Geflüchtete unbürokratisch und kostenlos als Gasthörer*innen registrieren können. Das Land Nordrhein-Westfalen überlässt den Hochschulen dabei freie Hand, ob sie dies Geflüchteten ermöglichen. Die Universität Münster hat sich bisher noch nicht dazu durchringen können – anders als beispielsweise die Uni Bochum. Der Gasthörer*innenstatus ist aber kein Ersatz für ein vollwertiges Studium!

Die Belange internationaler Studierenden dürfen trotz Covid-19 nicht in Vergessenheit geraten. Sie brauchen vor allem Planungssicherheit. Studierende, die während der Pandemie Münster verlassen haben, sollten das Recht haben, zurückzukommen, um an Präsenzlehre teilnehmen zu können. Darüber hinaus ist die aktuelle Situation für internationale Erstis sehr herausfordernd, weshalb es wichtiger denn je zuvor ist, den Start in das Studium durch gesicherten Wohnraum, finanzielle Entlastung und gute Beratung zu erleichtern.